Geschichte

„Seit unbedenklichen Zeiten ist das Fasnachtsbrauchtum in unserer Heimat zu Hause. Es stammt aus einer Zeit, als die Bösen Geister mit Masken und Grimassen ausgetrieben worden sind. In manchen Orten hat sich dieses Brauchtum bis heute erhalten. Ich zweifle kaum daran, dass auch bei uns einmal Masken vorhanden waren und es wäre zu wünschen, dass man in alten Schriften und Akten etwas finden würde, was über die Fasnet in Schapbach Aufschluss geben würde.“

So lautet der erste Eintrag 1960 von Erich Börsig ins Protokollbuch der Schapbacher Hamperle. Wahrscheinlich ist es dem Zufall zu verdanken, dass dem Zusammentreffen der Schapbacher Narren am Fasnachtsmontag im Gasthaus Sonne der Name Hamperletreffen aufgeprägt wurde. Den Namen also der unser Verein bis heute trägt.

In all den Jahren haben wir gute und schlechte Tage gesehen, haben uns aber nie die gute Laune und Freude an der Fasnacht nehmen lassen. Elferat Kaffeetanten die Musik waren von Anfang an dabei. Anfangs der siebziger Jahre entstand der Gedanke, auch eine Maskengruppe im Verein zu etablieren. Ursprünglich waren Bären oder Seejungfrauen im Gespräch, doch schließlich entstanden, im Jahre 1979, die „Käfzgeschneller“ als erste Häsgruppe.

Im Jahre 1984 erschien zu ersten Mal der „Hamperlebrägel“. Unser unerreichtes  Narrenblätte.

Im Jahre 1985 unser fünfundzwanzigstes Wiegenfest. Unser erstes Jubiläum das wir groß mit einem Narrentreffen und einem bunten Abend feierten. 

In diesen Jahren entstand auch der Wunsch eine zweite Häsgruppen ins Leben zu rufen. Hier wurde man in der alten Sagenfigur der „Nachtfrau“ fündig. Jene Gestallt welche angeblich die kleinen Kinder hole, wenn diese noch nach Einbruch der Nacht, draußen sind. Dieses recht schaurige Häs wurde 1984 zum ersten Mal vorgestellt.

Als drittes Häs erblickte im Jahr 1991 die „Bockseckegeister“ das Licht der Schapbacher Narrenwelt. Basierend auf der Sage, eines verunglückten Holzdiebes welcher bei seiner Untat ums Leben kam, wurde eine Teufelsgestallt entworfen die diese Sagenfigur darstellt.   

Obwohl die der Musikverein schon seit Anbeginn, unsere Fasnet begleitete, war sie nie fester Bestanteil unseres Vereins. Das änderte sich im Jahr 2007. Mit neuem Outfit, neuem Sound und neuem Namen ist die „Hamperle Harmonie“ nun ein wichtiger Bestandteil unserer Fasnacht denn wir nicht mehr missen wollen.

So haben wir manch tolle Fasnet auf die Beine gestellt, und uns auch schwierigen Momenten nicht unterkriegen lassen. Grund genug, das wir dieses  im Jahr 2015 mit dem 55-Jährigen Jubiläum zünftig feierten. 

Rückblickend können wir nicht nur auf 56 Jahre erfolgreiche Vereinsfasnet, sondern auch auf unsere Eigenheiten stolz sein. Wie zum Beispiel.

So ist der Brägel wie oben schon erwähnt einer unserer Aushängeschilder. Die seit 1984 alljährliche erschienene Narrenzeitung, hat im Schapbach und den Nachbargemeinden seither eine große Anhängerschaft. So wurden in 34 Ausgaben über 970 Seiten beste Unterhaltung geboten.   

Auch das Schnurren ist einer der wichtigsten Bestandteile unserer Fasnet. Sicher gibt es im mittleren Kinzigtal viele Narrenvereine die in der Lage sind, das Schnurren als Veranstaltung den närrischen Volk anzubieten, aber das man eine Schnurrabend (immer 14 Tage vor dem Fasnetssamstag) und auch noch am Rosenmontag nochmals ein Schnurrprogramm auf die Beine zu stellen, wird wohl bei uns in der Region einzigartig sein. Das war nur möglich, dank der vielen Schnurranten die all die Jahre fleißig mit Ideen und vielen Reimen das Schnurren in solch großartiger Qualität und Quantität ermöglicht haben. So haben seit 1963 über 160 Schnurranten ihr Können zum Besten gegeben.